Entlassung


Die Entlassung aus der Behandlung und deren Vorbereitung

Entlasszeitpunkt

Die Tagesklinik am Hochsträß führt für alle Patient*innen ein systematisch strukturiertes Entlassmanagement durch, um einen nach Möglichkeit reibungsarmen Übergang in den gewohnten Alltag und ggf. auch den Übergang in eine weiterführende ambulante Behandlung zu gewährleisten. Die Dauer der Behandlung ist auf 6 Wochen angelegt. Die Besprechung des konkreten Entlassungszeitpunktes erfolgt mindestens zwei Wochen vor Beendigung der Therapie, um genug Zeit für die Besprechung notwendiger Themen und Konflikte einzuräumen, die mit der Rückkehr in den normalen Alltag verbunden sind.

Loslassen ist das Zauberwort

Katja Loos, Musiktherapeutin

Entlassbrief

Die inhaltliche Strukturierung des ebenfalls gemeinsam besprochenen Entlassberichts orientiert sich an den Vorgaben des Verbandes der Privaten Krankenversicherung bzw. dem diesbezüglich verbindlich definierten Kriterienkatalog. Die Formulierungen zu Diagnose, Symptomatik, auslösenden Bedingungen, vor allem aber auch zu Therapie und Verlauf werden vom Behandlerteam vorgeschlagen und mit den Patienten zusammen überdacht und beschlossen. Der Entlassbrief wird also explizit mit dem Patienten vor Entlassung durchgesprochen. Auf diese Weise gelingt nicht nur ein gemeinsames Resümee des Geleisteten, der Patient weiß auch genau für welchen Text und welche Inhalte er eine Schweigepflichtentbindung unterschreibt (sollte der Brief nicht nur an ihn selbst, sondern seinem Wunsch gemäß auch an die oder den Einweiser gehen). Darüber hinaus kann auch das noch nicht Erreichte, Probleme und Konflikte in der Therapie, deren Nebenwirkungen und noch offengebliebene Therapieziele auf diese Weise erörtert werden, um sie so einer weiterführenden ambulanten Behandlung zugänglich zu machen.

Everything will be okay in the end. If it’s not okay, it’s not the end.

John Lennon

Wenn Patient*innen nach einer teilstationären Behandlung gefragt werden, was in der Therapie besonders geholfen hat, dann waren es häufig die im Tonfall freundlichen, in der Sache aber durchaus skeptischen Rückmeldungen von Seiten der Mitpatient*innen wie auch des Teams, durch die sich die Betroffenen zwar manchmal recht direkt in Frage gestellt gefühlt hatten, aber eben auch gezwungen waren das eigene Erleben und Verhalten zu überdenken.