Erkankt? Wir bieten Hilfe

Tagesklinische Psychosomatik hilft Patient*innen bei einer ganzen Reihe von Problemen, Beschwerden und Symptomen. Voraussetzung für eine solche Behandlung ist ganz allgemein, dass die dadurch bedingten Einschränkungen auf Seiten einer Patient*in mit einem merklichen Leidensdruck einhergehen.

Eine tagesklinische Behandlung bietet ein optimales Setting für alle Patient*innen, bei denen eine ambulante Psychotherapie nicht ausreichend oder eine vollstationäre Behandlung nicht gewünscht oder möglich ist. Die teilstationäre Behandlung schafft die Vereinbarkeit von intensiver Therapie einerseits und Alltagserprobung andererseits. Dagegen ermöglicht eine stationäre Behandlung zwar eine rasche Distanzierung vom Alltag, sich und diesen zu verändern wird jedoch schwieriger, wenn Behandlung und Alltag auseinanderfallen.

Bei allen sozial organisierten Säugetieren und insbesondere beim Menschen sind psycho-soziale Konflikte die wichtigsten und häufigsten Ursachen für die Aktivierung der Stressreaktion.

Gerald Hüther (2016)


Welche Patient*innen werden bei uns behandelt?

Eine tagesklinische psychosomatische Behandlung ist vor allem bei Patient*innen indiziert, deren Erkrankung

  1. durch psychosoziale Faktoren wesentlich mitbedingt bzw. aufrecht erhalten wird,
  2. die nicht mehr oder noch nicht ambulant behandelt werden können.

Dementsprechend besteht bei zwei größeren Gruppen von Patient*innen eine Indikation zur tagesklinischen Behandlung. Zum einen sind dies Patient*innen mit depressiven Störungen, Angst- und Anpassungsstörungen, somatoformen oder psychotraumatologisch relevanten Störungen, Essstörungen und Persönlichkeitsstörungen, sofern sie psychotherapeutischen Interventionen zugänglich erscheinen.

Eine zweite größere Gruppe stellen die Patient*innen dar, die vor allem an den seelischen Auswirkungen einer chronisch-somatischen Erkrankung leiden. Solche Erkrankungen gehen manchmal mit einem hohen Maß an psychischer bzw. psychosozialer Belastung einher, sodass sekundär auch eine psychische Störung in einer Schwere und Komplexität resultiert, die eine tagesklinische psychosomatische Behandlung notwendig werden lässt.

Die Indikation für eine teilstationäre psychosomatische Therapie wird bei Patient*innen beider Gruppen nach einem Vorgespräch in der Tagesklinik gestellt bzw. durch erfahrene Therapeuten* innen überprüft.